Systemische Therapie
Wenn sich etwas wiederholt, das Sie längst hinter sich lassen wollten
Manchmal liegt das Problem nicht dort, wo es weh tut. Der Streit, der immer denselben Verlauf nimmt. Die Erschöpfung, die nach jedem Urlaub nach zwei Wochen wieder da ist. Das Gefühl, in einer Rolle festzustecken, die Sie sich nie ausgesucht haben.
Für welche Anliegen systemische Therapie passt
Menschen kommen aus ganz unterschiedlichen Anlässen zu mir: Weil eine junge Frau Ende Zwanzig merkt, dass sie im Streit mit ihrem Partner plötzlich klingt wie ihre eigene Mutter ohne das je gewollt zu haben. Weil ein Mann Mitte vierzig, der beruflich alles im Griff hat, zu Hause spürt, wie ihm die Kraft ausgeht, sobald die Tür ins Schloss fällt. Weil sich ein Konflikt in der Familie seit Jahren wiederholt, ohne dass jemand sagen kann, warum. Oder weil einfach das Gefühl bleibt, in einem Muster festzustecken, das mit dem eigenen Leben zu tun hat, aber sich nicht greifen lässt.
Nicht die Frage, wer schuld ist.
In der systemischen Arbeit suche ich nicht nach einer Ursache und nicht nach einem Verursacher. Wir schauen darauf, wie Beteiligte aufeinander wirken und wie sich ein Muster durch dieses Zusammenspiel selbst am Leben hält. Solange die Frage lautet „Wer hat angefangen?", gibt es nur Gewinner und Verlierer. Sobald die Frage lautet „Was hält das eigentlich am Laufen?", entsteht Bewegung — und dafür reicht es, wenn eine einzige Person im System etwas anders macht.
Auch dann, wenn Sie allein zu mir kommen.
Ihr System sitzt mit im Raum, auch wenn Sie allein auf dem Sessel Platz nehmen: Ihre Herkunftsfamilie, Ihr Partner, Ihr Team, die Erwartungen, die Sie mit sich tragen. Diese Stimmen können wir sichtbar machen und mit ihnen arbeiten, ohne dass jemand sonst anwesend sein muss.
Wie eine Sitzung bei mir abläuft
Systemische Therapie ist keine reine Gesprächsform. Vieles wird bei mir sichtbar und räumlich: mit zirkulären Fragen, die Ihnen probeweise die Perspektive der anderen zeigen, am Systembrett, auf dem Sie Ihr Umfeld mit Figuren aufstellen, oder über Bodenanker, die Sie im Raum tatsächlich abgehen. Über Genogramm und Lifeline wird erkennbar, welche Themen sich über Generationen wiederholen. Womit wir arbeiten, entscheiden wir gemeinsam.
Was systemische Therapie nicht ist
Sie ist keine Schnelllösung. Wer erwartet, dass sich ein über zwanzig Jahre gewachsenes Muster in drei Sitzungen auflöst, wird enttäuscht, und dieses Versprechen mache ich Ihnen bewusst nicht.
Sie ist auch keine Suche nach Schuldigen in Ihrer Familie, sondern der Versuch zu verstehen, was Sie übernommen haben und was davon Sie heute noch brauchen. Im Vergleich zu anderen Verfahren ist sie meist kürzer angelegt, weil sie sich auf Ihre vorhandenen Ressourcen stützt statt auf eine lückenlose Aufarbeitung der Vergangenheit.
Die systemische Therapie wurde im Dezember 2008 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als wirksames Verfahren anerkannt.
Was kann ich für Sie tun?
Die systemische Therapie ist die Grundlage, auf der ich arbeite — im Einzelsetting ebenso wie in der Paartherapie, der Familientherapie und der Aufstellungsarbeit. Ergänzt wird sie um die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers.
Wenn Sie unsicher sind, ob dieser Weg zu Ihnen passt: Das lässt sich in einem ersten Gespräch klären, und genau dafür ist es da.